S-Bahnhof Ostkreuz
7. August
Schon vor Jahren, als ich noch in Berlin lebte, faszinierte mich dieser Bahnhof: er war chaotisch von der Anlage her, besaß unmögliche und verwirrende Übergänge zwischen den vier Bahnsteigen, zeigte deutliche Verfalls-Erscheinungen und war dennoch voller Menschen. Wie kann ein offensichtlich wichtiger Knotenpunkt im Schienen-Netz nur in einem solchen Zustand sein? Heute hatte ich die Kamera einstecken und konnte so ein paar Impressionen einfangen.
S-Bahnen in zwei Ebenen: unten die Stadtbahn und oben die Ringbahn
Als Kreuzung der in Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn und des östlichsten Punktes der Ringbahn bekam der Bahnhof seinen Namen schon in den dreissiger Jahren, kurz nach dem sein Pendant am westlichen Kreuzungspunkt von Stadt- und Ringbahn Westkreuz genannt wurde. Schon damals war Ostkreuz ein bedeutender Umsteigebahnhof. Mit dem Bau der Mauer und der Unterbrechung diverser Bahnverbindungen wurde der Bahnhof Ostkreuz zu einem der meistfrequentierten Bahnhöfe der Stadt.
Der meiste Verkehr spielt sich an dem äußeren Stadtbahnsteig D und dem Ringbahnsteig F ab - hier verirrt man sich als Tourist schnell auf den weniger stark befahrenen Abzweig der Stadtbahn nach Erkner (da werden Erinnerungen an die Zeit wach, in der ich in Rummelsburg gewohnt hab und hier am Ostkreuz mehr als einmal 20min auf die nächste Bahn warten musste), und der Kurvenbahnsteig A ist dank des wilden Bewuchses und der abmontierten Nordkurve ein Paradies für Nostalgiker wie mich, die Impressionen mit dem Fotoapparat einfangen wollen - denn mit der Sanierung wurde bereits begonnen.
Der Wasserturm am Ostkreuz - Blick vom verwilderten Bahnsteig A aus
Nordkurve: Hier ist schon lange kein Zug mehr gefahren
Südkurve: auch verwildert, aber noch in Betrieb
Zugbegegnung an den Stadtbahnsteigen
Hach, da kommt meine alte Begeisterung für S- und U-Bahn sofort wieder durch!
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Kommentare:
Cecie (27.8.2007, 14:42)
truetigger (27.8.2007, 15:07)