U-Bahn Berlin

14. August

Geschrieben am 14.8.2007 von Tigger

1902 wurde mit der Hochbahn quer durch Kreuzberg die Berliner U-Bahn eröffnet. Inzwischen, mehr als 100 Jahre später, ist das Netz gut 150km lang, besteht aus 9 Linien und bildet zusammen mit der S-Bahn und den Trams eines der besten Nahverkehrs-Systeme Deutschlands.

Was genau macht die Faszination U-Bahn aus? Ein Teil der Strecke (derzeitige U3) liegt in einem Gelände-Einschnitt. Im Norden läuft die Trasse der U6 einige Kilometer auf einem Damm, und die Hochbahn-Viadukte der U1 und U2 setzen in Kreuzberg und Prenzlauer Berg wesentliche Akzente - die U-Bahn fährt einen nicht unbedeutenden Teil der Strecke überirdisch.

Vielleicht ist es die Geschichte, die an so vielen Bahnhöfen sichtbar wird: Der U-Bahnhof Hermannstrasse (direkt an meiner derzeitigen Urlaubs-Adresse) wurde in den 30ern als Rohbau begonnen, im 2. Weltkrieg dann als Schutzbunker genutzt, in den 60ern vergessen und erst 1996 - nach über 65jähriger "Bauzeit" - eröffnet. Am Bahnhof Klosterstraße findet sich ein historischer Triebwagen, Wittenbergplatz nahe des KaDeWe ist in seiner alten Pracht rekonstriert worden, und die Oberbaum-Brücke der Linie U1 gehört zu den schönsten Motiven der U-Bahn überhaupt.

Auf jeden Fall wirkt die U-Bahn noch immer wie ein Magnet auf mich. Mit Kamera und Tagesticket bewaffnet kann ich stundenlang herumfahren und dabei Spass haben.

[U1 Warschauer Straße]

U1 am Endbahnhof Warschauer Straße

[Gleisdreieck, Trasse der U1]

U1 bei der Einfahrt zum Gleisdreieck

[U-Bahnhof Wittenbergplatz]

Ein Novum: auf 5 Gleisen am Wittenbergplatz verkehren 3 Linien parallel

[Hohe Decken: U-Bahnhof Heidelberger Platz]

Während die meisten Bahnhöfe flach und nüchtern gekachelt sind, herrscht am Heidelberger Platz eine beinahe sakrale Atmosphäre

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