U-Bahn Berlin
14. August
1902 wurde mit der Hochbahn quer durch Kreuzberg die Berliner U-Bahn eröffnet. Inzwischen, mehr als 100 Jahre später, ist das Netz gut 150km lang, besteht aus 9 Linien und bildet zusammen mit der S-Bahn und den Trams eines der besten Nahverkehrs-Systeme Deutschlands.
Was genau macht die Faszination U-Bahn aus? Ein Teil der Strecke (derzeitige U3) liegt in einem Gelände-Einschnitt. Im Norden läuft die Trasse der U6 einige Kilometer auf einem Damm, und die Hochbahn-Viadukte der U1 und U2 setzen in Kreuzberg und Prenzlauer Berg wesentliche Akzente - die U-Bahn fährt einen nicht unbedeutenden Teil der Strecke überirdisch.
Vielleicht ist es die Geschichte, die an so vielen Bahnhöfen sichtbar wird: Der U-Bahnhof Hermannstrasse (direkt an meiner derzeitigen Urlaubs-Adresse) wurde in den 30ern als Rohbau begonnen, im 2. Weltkrieg dann als Schutzbunker genutzt, in den 60ern vergessen und erst 1996 - nach über 65jähriger "Bauzeit" - eröffnet. Am Bahnhof Klosterstraße findet sich ein historischer Triebwagen, Wittenbergplatz nahe des KaDeWe ist in seiner alten Pracht rekonstriert worden, und die Oberbaum-Brücke der Linie U1 gehört zu den schönsten Motiven der U-Bahn überhaupt.
Auf jeden Fall wirkt die U-Bahn noch immer wie ein Magnet auf mich. Mit Kamera und Tagesticket bewaffnet kann ich stundenlang herumfahren und dabei Spass haben.
U1 am Endbahnhof Warschauer Straße
U1 bei der Einfahrt zum Gleisdreieck
Ein Novum: auf 5 Gleisen am Wittenbergplatz verkehren 3 Linien parallel
Während die meisten Bahnhöfe flach und nüchtern gekachelt sind, herrscht am Heidelberger Platz eine beinahe sakrale Atmosphäre
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