Traumstart der WM-Qualifikation
7. Sept.
Kaum ist die EM im eigenen Land vorbei, wirft das nächste große internationale Ereignis seine Schatten voraus: die Fussball-WM 2010 in Südafrika. In der Vorrunde tragen alle Kontinente eigene Qualifikationen aus, um die Besten ihrer Reihen für das Turnier zu bestimmen. In Europa haben sich 9 Gruppen zu je 6 Ländern (in der letzten Gruppe sind es nur 5 Mannschaften) zusammengefunden: neben Fußball-Giganten wie die Färöer-Inseln, San Marino, Luxemburg und Andorra sind auch geographisch nicht ganz so klar als Teil von Europa erkennbare Teams wie Israel und Kasachstan mit am Start. Die Gruppenersten qualifizieren sich direkt, die Gruppenzweiten spielen in einem Playoff um die verbleibenden 4 Plätze.
Ein Blick auf unsere Gruppe verhieß im Vorfeld nichts gutes:
- Frankreich (Ex-Weltmeister)
- Rumänien (bei der EM ein vorher als Geheimtip favorisiertes Team)
- Färöer (da hatten wir schon einmal verloren)
- Litauen
- Serbien
Laut FIFA-Rangliste liegen wir derzeit auf Platz 101, weit hinter Frankreich (11), Rumänien (13) und Serbien (33), selbst das kleine Litauen ist mit Platz 54 deutlich besser bewertet als unsere Helden. Nur den Färöern gegenüber geniessen wir Favoriten-Status - auch wenn diese Arroganz genau uns schon einmal legendär zum Verhängnis geworden war. Und gestern abend startete der Auftakt gleich gegen die Franzosen, die zwar zur heurigen EM schwer enttäuschten, dennoch mit dem Selbstbewusstsein eines Ex-Weltmeisters (1998) ihre Dominanz in der Gruppe 7 beweisen wollten. Immerhin, dies gab unserer Mannschaft den Underdog-Status: Es gab nichts zu verlieren, ein Remis wär ein Erfolg, eine Niederlage kein Beinbruch.
94 Spielminuten später jubelten im Wiener Ernst-Happel-Stadion 50.000 Fans, denn diesmal gab es das zur EM augebliebene Wunder von Wien. Mit einem phantastischen 3:1 legten unsere Jungs einen Traumstart hin. Technisch waren sie nicht ganz so gut wie bei der EM, wo sie ja diverse Experten überraschten, doch diesmal hatten wir eben dieses Quentchen Glück. Und auch Frankreich spielte weit von früheren glanzvollen Zeiten entfernt. Natürlich war es nur das Hinspiel gegen den ersten Gegner, bis zum Abschluss der Qualifikation warten noch genügend Möglichkeiten zum Stolpern auf uns. Dennoch, die WM ist plötzlich in den Bereich des Möglichen gerückt, zumal der zweite Favorit Rumänien ebenfalls mit der 0:3-Schlappe in Litauen eine Schlappe kassierten. Einer der 13 Plätze, um die in Europa 53 Mannschaften kämpfen, könnte unserer werden.
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Kommentare:
Kesro (8.9.2008, 11:12)
tigger (8.9.2008, 12:13)
Wulffi (8.9.2008, 16:17)
tigger (8.9.2008, 16:23)