Cholera
15. Feber
In früheren Zeiten war Cholera eine gefürchtete Krankheit. Noch Ende des 19. Jahrhundert starben an ihr auch in Europa viele Mensche, so 1892 in Hamburg 8600 Menschen. Robert Koch, damals schon nach Entdeckung von Tuberkulose- und Milzbranderregern ein weltbekannter Arzt und Leiter des Berliner Hygiene-Institutes eine Autorität, sorgte dafür, dass auch den letzten Zweiflern der Zusammenhang zwischen den damals bedauerlichen hygienischen Zuständen der Hansestadt und der Krankheit klar wurde.
Über 100 Jahre später grassiert nun die Cholera in Simbabwe. Während wir in Europa aufgrund der Standards unserer Wasseraufbereitung diese Krankheit praktisch nicht mehr kennen, sterben in Afrika reihenweise die Menschen. Was für uns eine Selbstverständlichkeit ist - sauberes Trinkwasser -, stellt die durch Bürgerkrieg und Diktatur vollkommen marode Infrastruktur vor unlösbare Probleme. Hier treffen Rückgang der Spendengelder durch die Weltwirtschaftskrise, der wirtschaftliche Bankrott auf dem durch die Industrienationen gnadenlos ausgenutzten Kontinent und das politische Chaos höchst unglücklich zusammen.
Manchmal tut es weh, Nachrichten zu sehen.
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Kommentare:
simbaland
daniel (16.2.2009, 00:02)
Kesro (16.2.2009, 12:00)
tigger (16.2.2009, 13:01)
allie
allieswelt (17.2.2009, 09:28)