Eine neue Kamera
31. Juli
Durchaus nicht unschick: die neue Fujifilm-Kamera
Ich fotografiere gern, seit die Digitaltechnik erschwinglich geworden ist. Manche trauern ja der guten alten Analog-Ära hinterher, können stundenlang über Farbfilter, grobkörnige Filme und Mehrfachbelichtungen philosophieren, entwickeln vielleicht in einer eigenen Dunkelkammer die Filme noch selbst und haben für die digitale Welt nur Verachtung übrig. Zu denen zähl ich nicht: Fotoalben und Diashows waren nie meins, das Entwickeln-Lassen hasste ich wie die Pest, und am Ende zahlte man ne Menge Geld für unscharfe Daumenfotos.
Lange hatte ich mit mir gerungen, welche Kamera wohl am besten zu mir passen würd. Eine handliche Knipse mit Automatik-Modus? Eine schwere Brigde-Kamera mit jeder Menge Einstellmöglichkeiten oder eine Spiegelreflex, die mit hoher Bildqualität punktet? Man will ja nicht blind das Billigste greifen, doch die finanziellen Mittel sind nun mal leider begrenzt. Und nur weil ich gern das Foto-Hendi zück und auf alles mögliche draufhalt, bin ich deshalb noch lang kein Hobby-Fotograf - wer weiss, ob eine gute Kamera bei mir nicht Perlen vor die Säue wär.
Lustig: die Kamera bietet einen Auktions-Modus: bis zu 4 Bilder werden gleich beim Fotografieren zu einem einzigen zusammengefasst
Letztlich hatte sich heut eine günstige Gelegenheit ergeben: Unter Ausnutzung von Loreleis Mitarbeiter-Rabatt kostete die Finepix S2000HD nur 160€, sie hat neben dem Display einen Sucher, erlaubt schnelle Serienfotos von Bewegungsabläufen und bietet neben einem idiotensicheren Automatik-Modus auch einige manuelle Eingriffsmöglichkeiten. Dazu ein gigantischer Zoom und eine Stromversorgung über handelsübliche Batterien - perfekt zum bevorstehenden Trip nach New York, denn was nützt der tollste eingebaute Akku, wenn nur 110V aus der Steckdose kommen?
Ja, qualitativ sind keine Wunder zu erwarten. Der 15x-Zoom in dieser Baugröße bedingt einen winzigen Sensor, welcher mit den 10Megapixeln auflöst - keine Frage, hier wär weniger mehr gewesen. Eine DSLR macht mit Sicherheit bessere Fotos, nur schleppt man dort halt immer eine riesige Fototasche mit sich herum. Und eine Touristenknipse wär auch nicht soviel billiger gewesen, hätte aber wenig Spielerei jenseits der Automatik erlaubt.
Der 15x-Zoom beeindruckt: beide Fotos aus der gleichen Position von Loreleis Balkon aus
Die Finepix ist ein Kompromiss, dessen bin ich mir bewusst. Mal sehen, wie sie sich bewährt, wie oft ich wirklich auf Fotopirsch zieh und wann ich an die Grenzen der Kamera gelang. Doch fürs erste bin ich schwer begeistert - kein Wunder, hab ich doch bisher alles mit dem Hendi festgehalten, und daran gemessen ist eigentlich jede Kamera ein Fortschritt :)
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