Apples AppStore
6. Dez.
Seit knapp einem Monat hat Lorelei ihr schickes iPhone, und ich stibitze es mir fast jeden Abend, um damit herumzuspielen. Was den Alltag angeht, lass ich auf mein robustes und perfekt ausgestattetes SonyEricsson nichts kommen, doch das iPhone ist ein wundervolles Spielzeug. Neben dem grossen Bildschirm und der durchdachten Touchscreen-Bedienung ist der AppStore der Trumpf dieses Gerätes.
Erweiterbarkeit über Programme von Fremdanbietern ist nichts neues: Palm hatte mit dem genialen Palm III schon in den 90ern vor allem mit der Software-Verfügbarkeit punkten können: mehrere 1000 Programme deckten von Einkaufslisten über einen Uni-Planer, vom Spritkosten-Rechner bis hin zu vielen Spielen praktisch alles ab, was einem in den Sinn kam. Und auf praktisch jedem modernen Mobiltelefon läuft eine Java-Umgebung, die die Installation von Zusatzsoftware erlaubt. Der AppStore ist also nichts neues. Wieso ist er dann so erfolgreich?
Zum einen ist der AppStore wunderbar ins iPhone integriert: Updates werden automatisch verteilt, Apps aus dem AppStore kann man beliebig auf dem iPhone anordnen, und iPhone-Apps sind direkt auf die Apple-Hardware abgestimmt, können den Bewegungssensor und das Touchpad wie Apple-eigene Programme benützen. Zum zweiten ist der AppStore auch sehr gut strukturiert: man sieht sofort, was eine Applikation kostet, hat immer eine Beschreibung dabei und bekommt für jede App Screenshots vorgestellt, so dass man sich gleich ein Bild von der Software machen kann.
Last but not least sind die meisten Programme preiswert. Ein Spiel für €3.19, ein Comic für €0.79 - das sind Beträge, die man schnell auch als Trinkgeld gibt und die nicht wirklich weh tun. Hier spielt die Psychologie eine grosse Rolle: Kleine Beträge als Honorar für die Arbeit, die hinter der Entwicklung des Programms steht, scheinen angemessen, während Spiele für herkömmliche Mobiltelefone über die extrem nervige Klingelton-Abo-Masche vertickt werden. Der AppStore wirkt vertrauenserweckend.
Das Wortspiel Apple-Application = App mag simpel klingen, doch Apple hat es geschafft, den Namen "App" auch im Bewusstsein von Nicht-Nerds zu verankern, mit dem Store Geld zu verdienen und gleichzeitig diesen als Motor für den langanhaltenden Erfolg der iPhones zu nutzen. Denn: es funktioniert einfach.
iFarm, derzeit meine Lieblings-App (Level 7, yeah!)
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Kommentare:
Anja (6.12.2009, 15:18)
daniel (6.12.2009, 15:37)
Wulff (6.12.2009, 19:28)
tigger (6.12.2009, 21:07)